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18.02.2012
EHA-Member
Rundgang2

Hypnose – das wiederentdeckte Phänomen ?

Hypnose ist so alt wie die Menschheit. Bereits viertausend vor Christus, kannten die Sumerer, das älteste bekannte Kulturvolk der Erde, Hypnose. Die Anwendung von Hypnose hat sich nicht grundlegend verändert. Im alten Ägypten sind auf einem dreitausend Jahre alten Papyrus therapeutische Methoden beschrieben worden. In Indien belegen die ältesten Sanskriturkunden Beschreibungen von Hypnose. Die alten Griechen haben Hypnose genau so angewendet, wie die alten Römer und das Christentum bis Mitte des 6. Jahrhunderts. Paracelsus berichtete über Hypnose und erst während der Inquisitation geriet Hypnose in Vergessenheit. Nach 1646 wurde Hypnose wieder durch den Jesuitenpater Athanasius Kircher wiederentdeckt und viele folgten ihm. So haben sich, um hier nur einige zu nennen, Franz Anton Mesmer, James Braid, A. A. Liebeault, Sigmumd Freud, I. P. Pawlow und Milton Erickson um die Hypnose als Therapie verdient gemacht.

Die Kraft des Unterbewusstseins

In der Hypnosetherapie werden prinzipiell negative Energien ausgeschlossen. Es gibt kein „Dagegen“, sondern ausschließlich ein „Dafür“. Druck erzeugt wiederum Gegendruck. Man sollte nicht verbissen gegen etwas kämpfen, sondern sich freudig motiviert ein Ziel visualisieren. Jeder sollte nur bis zu dem Punkt geholfen bekommen, von dem aus er seinen eigenen Weg finden kann. Die Ergebnisse der Hypnose sind keine Wunder. Sie basieren auf den gewaltigen Kräften, die im Unterbewusstsein eines jeden Menschen schlummern.

Hypnose ist kein Schlafzustand, sondern ein extremes Wachsein des Unterbewusstseins, ohne dass der Verstand ständig störend mit irgendwelchen kleinlichen, intellektuellen Zweifeln hineinfunkt. Hier geht es um die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein, um dessen positive Kräfte frei zu machen und aktiv werden zu lassen. Ein kurzer Befehl wird nur dann angewandt, wenn eine wirklich extreme Krisensituation besteht, damit das Unterbewusstsein die Situation offen ansieht und begreift.

Das Wort „Begreifen“ ist in diesem Zusammenhang von großer Wichtigkeit.
Erst wenn im Unterbewusstsein gespeicherte Informationen abgeglichen sind, können sich die Situationen ändern. Negative Wege sind dann überflüssig, wenn man positive, wohltuende Pfade gehen kann.

Hypnose ein wissenschaftliches Heilverfahren

Bei Hypnose handelt es sich um ein wissenschaftlich anerkanntes Heilverfahren. Es ist eine sehr effektive und kostengünstige Methode, bei der man keine möglichen Schäden oder Nebenwirkungen in Kauf nehmen muss. Man macht nichts gegen die Wunde, aber man kann etwas dafür tun, das sie schneller heilt. Dabei stellt man sich in starken Bildern vor, welche man sich aus seiner eigenen Erlebniswelt holt, wie man seine körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert und wie sich die Wunde an dieser Stelle schnell schließt.
Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose.

Hypnosetherapie, die sanfte Methode der Selbstheilung

Menschen, die mit psychischen Problemen in eine Praxis kommen, brechen unter dem Druck zusammen, den sie sich selbst auferlegen. Sie können sich als Opfer sehen und passiv bleiben oder sie begeben sich in eine aktive Rolle und übernehmen die Verantwortung für ihr handeln. Das Unterbewusstsein denkt einfach und logisch. Es befolgt direkt die Anweisungen, welche es bekommt. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Formulierungen immer zielgerichtet und positiv sind. Veränderungen im Leben bleiben nur dann auf Dauer wirksam, wenn man sie selbst erarbeitet hat. Das ist der große Vorteil von Hypnose gegenüber jeder Pille. Hypnosesitzungen sind für den Klienten angenehm und wohltuend. Da die Fortschritte, die man in so einer Sitzung macht, erstaunlich schnell eintreten, fällt der konkrete Alltag, der zur besseren Lebensgestaltung gehört viel leichter. Wer über die Kraft der Imagination wieder lernt, auf sich selbst zu hören, und Schritt für Schritt Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und damit auch das Mitgefühl für sich und andere entwickelt, der weiss, wie sich Glück in Wirklichkeit anfühlt.